Besondere Arbeit über lange Jahre von s.fischer


Heute soll eine ganz besondere Person unsere Aufmerksamkeit erhalten. Seit Jahren ist dieser Mann aus dem Sport nicht mehr wegzudenken. Sein Herz hat er schon seit seiner Kindheit dem Rudersport in Burg gewidmet. Ja, hier ist die Rede von Reimar Nuße. Wir möchten ihm auf diesem Weg Danke für all die bisher geleistete Arbeit sagen. Reimar Nuße schreibt schon weit über 50 Jahre Rudergeschichte. Das ist nicht nur so dahingesagt. Nein, er hat der Rudergeschichte auf über 1000 Seiten zu Papier gebracht. Eine interessante Chronik steht in seinem Büro.
Mit frühester Jugend, selber im Boot sitzend, machte er die Stadt Burg in der ganzen DDR bekannt. Große Erfolge feierte er selber bei DDR Meisterschaften und Spartakiaden. Als er dann seine Sportkarriere an den Nagel hängt, widmet er sich den Sportlern als Übungsleiter und später dann als Trainer. Sein Studium als Diplomsportlehrer machte aus seinem Hobby ein Beruf. Ja, sogar von Berufung kann man hier sprechen. Denn mit seinen Sportlern und Sportlerinnen war er stets erfolgreich. Seine Frau Irene unterstützt diese intensive Hobby von Anfang an mit. Vom frühen Nachmittag bis zum Abend kann man ihn auf den Elbe – Havel – Kanal sehen. Vom Frühjahr bis in den Herbst ging es fast jedes Wochenende zu Wettkämpfen in nah und fern. Die familiären Verpflichtungen wurden oft hinten an gestellt oder gleich nach dem Wettkampfkalender geplant. „Wir leben unser Leben in einer großen Ruderfamilie“, hörte man sie schon oft sagen. Sehr viele Sportler und Sportlerinnen haben ihre Kindheit und Jugend bei den Ruderern verbracht. Reimar Nuße bildet sie aus und führt viele seiner Schützlinge zu Kreis -, Bezirks – und DDR Meisterschaften und Spartakiaden. Einige von ihnen gingen den Weg über die Delegierung zum Sportclub weiter in die internationale Ebene. Jahr für Jahr konnten seine Aktiven gemeinsam mit ihrem Trainer Erfolge feiern. Unzählige Medaillen sind der Dank für harte Arbeit Tag für Tag. Auch Tochter Stephanie erlernte den Rudersport bei ihrem Papa. „Nicht immer ein einfaches Los“, gibt sie heute zu. Da gab es kein Schwänzen. Ihre Erfolge machten den Papa sehr stolz. Auch sie durfte so manches Treppchen auf dem Siegerplatz besteigen. Als die Tochter dann andere Pläne hatte und den Rudersport nicht mehr ganz so ernst nahm, gab es schon den ein oder anderen schweigenden Abend im Hause Nuße.
Nach der Wende musste sich Reimar Nuße dann auch beruflich umorientieren, aber den Rudersport aufgeben danach stand ihm nie der Sinn. Nach der Arbeit ging es Tag für Tag ins Bootshaus. Von der BSG Einheit Burg zu den Wassersportfreunden Burg übernahm Reimar Nuße und weiteren Gründungsmitgliedern die Geschicke des Vereines mit den Abteilungen Kanu, Rudern und Segeln. Über 20 Jahre war er nun Vorsitzender eines immer wachsenden Vereines. Auch die Leitung der Abteilung Rudern behielt er lange Zeit in seinen Händen. Erst in diesem Jahr übergab er das Ruder in jüngere Hände.
Seine Sportler und Sportlerinnen standen für ihn immer an erster Stelle. Das Training ließ er sich trotz der vielen Leitungstätigkeit nicht nehmen. Sehr viele Medaillen bei Wettkämpfen in verschiedenen Bundesländern, Landesmeisterschaften und Deutschen Kindermeisterschaften lassen auf eine ausgezeichnete Kinder – und Jugendarbeit schließen. Unterstützung aus familiärer Richtung bekam er von seiner Tochter und Schwiegersohn Marco Fischer, welcher auch das Rudern seit jüngsten Jahren zum Hobby hat. Als Übungsleiter und Trainer stehen sie ihm seit Jahren zur Seite. Auch übernahmen die Beiden Aufgaben in der Leitung der Abteilung Rudern. Wie Stephanie es nicht anders kennt, läuft auch das Familienleben im Hause Fischer im Bootshaus ab. Nach der Arbeit geht es in Richtung Elbe - Havel – Kanal oder in die Sporthalle. So wurde auch Sohn Lucas fast im Bootshaus geboren. Genau wie Mama, musste auch er schon im frühesten Kleinkindalter mit zu den Wettkämpfen reisen. Die älteren Sportler und Sportlerinnen, mitgereiste Eltern und natürlich Oma kümmerten sich herzlichst um den kleinen Mann. Als auch er mit nur 5 Jahren das Ruderboot bestieg, brach bei Opa Reimar ein Leuchten in den Augen aus. Nun ist schon die 3. Generation dem Rudersport verfallen. Mit nur 9 Jahren, bei den 10jährigen startend, wurde sein Enkel Lucas zum ersten Mal Landesmeister in Sachsen Anhalt. „So jung hat es bei uns noch keiner geschafft“, waren vor über 4 Jahren seine Worte. Auch heute noch ist er auf seinen Enkel sehr stolz, auch wenn dieser mit seinen 13 Jahren größer als sein Opa ist. Vier Mal in der Woche trainieren sie immer noch gemeinsam. „Das ist mein letzter Jahrgang“, hat Reimar Nuße mal gesagt. Ob es so sein wird, werden wir weiter verfolgen.
Viele ehemalige Sportler und Sportlerinnen finden auch heute noch den Weg ins Bootshaus oder melden sich per Telefon oder Mail bei ihrem ehemaligen Trainer und seiner Frau, welche bis heute die gute Seele an seiner Seite und für die Aktiven ist. Einen schöneren Dank kann es wohl kaum geben. Das ist viel mehr als die ganzen Ehrungen, welche Reimar Nuße im Laufe der Zeit erhalten hat. Er hat nie viel Wert darauf gelegt im Mittelpunkt zu stehen. Seine Arbeit auf dem Wasser mit den Kinder und Jugendlichen ist ihm stets das Wichtigste.
Wir wünschen Reimar Nuße und seiner Familie in diesen Tagen eine ruhige besinnliche Weihnachtszeit und weiterhin viel Kraft und Gesundheit, damit der Rudersport in Burg durch sein Engagement weiterlebt.

19.12.2021