Ein sehr erfolgreicher Saisonhöhepunkt von s.fischer

Auf ging es am Freitag nach Zschornewitz. Hier finden in jedem Jahr die Landesmeisterschaften der Ruderer statt. In einer herrlicher Lage ist die Gurke, so heißt der See, gelegen. Nur manches Jahr hatte der See schon einen sehr niedrigen Wasserstand. So auch dieses Jahr, aber immer noch genug um diese Meisterschaft im vollen Umfang durchführen zu können.
Am Freitag wurden die Zelte aufgebaut, die Boote angebaut und noch die letzten Veränderungen durchgeführt und natürlich zum Training auf das Wasser gegangen.
Am Samstag ging es dann ab 9 Uhr mit den Vorläufen los. Annalena Deinert und Dennis Ullrich mussten sich gegen die Gegner durchsetzen. Beide Sportler mussten Zweiter werden, um das Finale zu erreichen. Leider schaffte es Dennis nicht sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Es ist nicht einfach im ersten Juniorenjahr, denn hier sind immer zwei Jahrgänge am Start.
Die offizielle Eröffnung der diesjährigen Landesmeisterschaft begann mit einem nicht einfachen Ereignis. Alle Sportler, Trainer, Gäste und Helfer legten eine Schweigeminute für den vor 14 Tagen tödlich verunglückten Ruderjuniorenweltmeister Adrian – Nick Bastian ein. Viele kannten ihn seit Jahren als freundlichen, ehrgeizigen und fairen Sportler. Gerne haben wir ihm die letzte Ehre auf diese Weise erwiesen.
Dann ging es für die Burger auch gleich mit den Finalrennen los. Die Masters Heiko Loch und sein Partner Thomas Micka zeigten den Jüngeren Sportlern wie es geht. Mit einer Goldmedaille kehrten sie in das Burger Lager zurück. Als nächste folgte Annalena Deinert im Einer mit einer Bronzemedaille bei den Juniorinnen B. Eine Sportlerin jagte die Andere. Für die Zuschauer sind solche Rennen sehr schön, aber für die Sportler ist es Nervenkrimi pur. Bei den Junioren A im Doppelzweier war es nicht viel anderes. Toni Post und Lennox Truetsch erruderten sich den 3. Platz. Nun wuchs der Druck im Burger Lager alle kamen mit einer Medaille wieder an das sichere Land. Dann ruderte Heiko Loch im Einer an den Start. Er musste sich einem Sportfreund, welcher ebenfalls wie er auf den heimischen Elbe-Havel-Kanal trainiert, geschlagen geben. Platz 2 war am Ende der Lohn. Den Abschluss für den heutigen Tag bildeten die Junioren A Toni Post und Lennox Truetsch im Einer. Toni wuchs über sich hinaus, denn er wollte das Gold um seinen Hals hängen sehen. Manchmal klappt auch das was man sich vornimmt. Als Sieger überquerte er die Ziellinie. Auch Lennox fuhr ein schönes Rennen. Der 3. Platz war am Ende der Dank. Ein gelungener Abschluss war man sich im Burger Lager einig. Nach einem kurzen Training am Abend gab es Pizza.
Auch am Sonntag mussten 3 Sportler einen Vorlauf fahren. Lucas Fischer und Tom Zolinski bei den vierzehnjährigen Jungen. Beide Jungs mussten mindestens Dritter werden. Kein Problem für die Beiden. Nun fieberten alle des Burger Teams für Pepe Gümpel. Nach so viel unglücklichen Zusammenhängen in den letzten Rennen, folgte nun ein schöner Durchlauf. Pepe zog in das Finale ein.
Die Finalläufe starteten mit Lucas und Tom in den Einern. Das viele Training soll nun hier seine Bestätigung bekommen. Den hierbei geht es gleichzeitig um die Qualifikation für die Deutsche Kindermeisterschaft U 15. Vier Hauptfavoriten gingen hier an den Start. Keiner ließ den anderen auch nur einen Hauch von Nachsicht. Dazu gehörten Christian Peters vom SC Magdeburg, Richard Schreiber und Jan Kohlbach vom Sportclub Halle und Lucas Fischer von den Burgern. Richard, Jan und Lucas kämpfen schon seit frühester Kindheit gegeneinander. Für alle ist es ein großer Nervenkitzel wenn solche Entscheidungen mitfahren. Alle Sportler des Rennens lieferten sich einen harten Kampf. Lucas konnte sich mit einem souveränen zweiten Platz beweisen und sicherte sich seinen Platz in Bremen. Dort wird die Meisterschaft stattfinden. Tom Zolonski erruderte sich eine guten fünften Platz. Er hat eine großen Trainingsausfall durch eine Coronaerkrankung, was ihn hier zurück schlug. Man freute sich ihm Burger Lager über sein Abschneiden. Da ihre Mitstreiter auf den Rängen 1,3 und 4 in anderen Bootsklassen starten, kann auch Tom sich auf die Reise nach Bremen machen.
Den Vierzehnjährigen folge der zwölfjährige Pepe Gümpel im Finale. Nun war man sehr aufgeregt bei Sportlern, Trainern und Eltern. Wie mag es Pepe erst gehen. Alle drückten ihm die Daumen. Pepe bewies sein Können und wurde dafür mit einer Bronzemedaille belohnt. Strahlende Gesichter bei den Ruderern aus Burg.
Bei den Juniorinnen A kam leider kein Rennen zustande, da entschied der Trainer einfach um und meldete Maya Gümpel bei den Frauen. Keine schlechte Idee wie sich dann zeigte. Maya jagte die drei Köpfe größere Konkurrentin Marie – Luise Kohlbach ganz schön. An dieser Stelle muss man sagen, dass Marie – Luise Weltmeisterin im vergangen Jahr geworden ist. Maya holte sich den zweiten Platz und ließ der folgenden Konkurrenz keine Chance.
Annalena Deinert bildete mit zwei Sportlerinnen aus Halle und einer Sportlerin aus Zschornewitz im Doppelvierer einen schönen Abschluss. Selbst nach einer doch recht kurzen Trainingszeit holten sie sich die Silbermedaille.
„Wir sind wirklich mit diesem tollen Ergebnis sehr zufrieden“, waren sich die Trainer Reimar Nuße und Marco Fischer am späten Nachmittag am Sonntag einig. Mit 11 glänzenden Medaillen machte sich das kleine erfolgreiche Team auf den Heimweg.

28.06.2022